Sich in einem anderen Land niederzulassen, ist kein leichter Schritt. Thai wagte es und zog nach Berlin. Im Interview erzählt sie uns von den größten Herausforderungen und der Unterstützung durch competence & more.

Von Israel nach Deutschland

Thai suchte im Internet nach einem Unternehmen, das ihr bei der Anerkennung ihres Fachstudiums half. So wurde sie auf competence & more aufmerksam. „Das war ein wichtiger Punkt“, erklärt uns die studierte Physiotherapeutin.

In Israel konnte Thai bereits mehrere Jahre Berufserfahrung sammeln. Sie arbeitete in einer geriatrischen Reha-Klinik und therapierte pflegebedürftige Kinder. „Es gibt nur Teilzeitstellen für Physiotherapeuten in Israel“, bemerkt Thai. Deshalb war sie auch bei drei verschiedenen Arbeitgebern angestellt. Dass sie in Deutschland Vollzeit arbeiten kann, findet sie großartig.

Als Thai nach Berlin kam, sprach sie kein Wort Deutsch. Die Physiotherapeutin besuchte sofort einen Sprachkurs und lernt auch heute noch allein weiter: „Ich will hier bleiben und mein Deutsch soll besser werden.“

Physiotherapeutin Thai und Eleni, unsere Ansprechpartnerin für internationale Fachkräfte

Die Anerkennung

„Der Anerkennungsprozess hat sehr lange gedauert und ich habe manche Dinge auf Deutsch nicht so gut verstanden“, erzählt sie uns. Die Sachbearbeiterin sprach schnell und war auch nicht besonders freundlich. Thai ist daher sehr froh, dass unsere Human Resources Managerin Eleni sie bei allem unterstützte − auch bei den Behördengängen.

Arbeiten in Berlin

„Ich genieße die Arbeit in Deutschland“, betont Thai. Trotzdem ist es hier anders: In Israel dürfen Physiotherapeuten eine Diagnose stellen und entscheiden, welche Therapie der Patient bekommt. In Deutschland macht das der Arzt. Glücklicherweise ist der Zeitplan hier in Deutschland lockerer. „In Israel habe ich manchmal 15 Patienten in 5 Stunden behandelt, teilweise gleichzeitig.“

Mit den meisten Kollegen hat Thai sehr gute Erfahrungen gemacht. Besonders gerne arbeitet sie in Reha-Kliniken und im Krankenhaus, zum Beispiel in der Charité. Das Team von competence & more mag sie sehr: „Die Arbeitszeiten sind toll und ich liebe die transparente Kommunikation.“

Die größte Herausforderung war für Thai die Sprache: „Das war am Anfang wirklich schwer und nicht alle in Deutschland können Englisch.“ Die gebürtige Israelin spricht drei Sprachen − Hebräisch, Englisch und Deutsch. „Und das kalte Wetter im Winter gefällt mir nicht so gut“, ergänzt sie. Schön sind allerdings die langen Tage in Berlin − die Sonne geht erst spät unter.